
Neulich habe ich in einem größeren Unternehmen drei gleiche Workshops hintereinander gegeben. Ein Workshop hat 90 Minuten gedauert, es ging darum, wie die Teilnehmenden in ihrem sprechintensiven Beruf stimmlich gesund und fit bleiben. Die Gruppe konnte Übungen ausprobieren und weil ich diese angeleitet habe, lag ein großer Redeanteil bei mir.
Auch wenn das Thema ein anderes gewesen wäre, z. B. „Wie präsentiere ich gut?“, käme ich als Leiterin des Workshops oder Seminars nicht darum herum, mehr zu reden, als ich es jetzt tue, während ich diesen Blog-Beitrag für meine Website schreibe.
Damit ich stimmlich entspannt bleibe und (vor allem in der kühleren Jahres- und Erkältungszeit) stimmlich gut durchhalte, achte ich schon bei der Planung und dann auch bei der Vorbereitung auf mehrere Sachen, die ich in diesem Beitrag beschreibe.
Hier kommen fünf Tipps zur Stimmhygiene.
Bei der Absprache mit dem oben erwähnten Auftraggeber habe ich Wert darauf gelegt, dass ich ausreichend Pausenzeiten zwischen den einzelnen Workshops habe. Drei 90-minütige Workshops könnten zeitlich also so gelegt sein:
Workshop I: 9.30 bis 11 Uhr
Workshop II: 12 bis 13.30 Uhr
Workshop III: 14.30 bis 16 Uhr
Eine halbe Stunde Pause wäre in diesem Setting auch in Ordnung für mich, allerdings verkürzt sich die Pausenzeit oft, weil etliche Teilnehmende nach Ende des Workshops noch Fragen haben. Neben dem Effekt einer Sprechpause habe ich bei einer etwas längeren Pause auch gleich die Möglichkeit, mir Notizen zu machen und das Fotoprotokoll zu erstellen.
An einem Seminartag sieht das etwas anders aus. In den meisten Fällen kann ich die Pausenzeit selbst bestimmen, allerdings sind der Beginn, das Ende und die Mittagspausenzeit oft nicht verhandelbar. Ein typischer Seminartag sieht zeitlich dann so aus:
Block I: 9 bis 10.30 Uhr
Block II: 10.45 bis 12.15 Uhr
Block III: 13.15 bis 14.45 Uhr
Block IV: 15 bis 16.30 Uhr
Die Mittagspause könnte für mich immer 90 Minuten dauern, die Teilnehmenden bevorzugen oft 60 Minuten und machen dafür lieber früher Schluss. Besonders in diesem Fall, aber auch grundsätzlich, achte ich bei ganztägigen Seminaren darauf, dass ich während des Seminars viele Übungen habe, in denen die Teilnehmenden sprechen und ich ruhig bin. Auch die Mittagspause verbringe ich gern allein, es sei denn, es ist ein gemeinsames Essen vorgesehen.
Wichtig ist, wenn Sie in einem sprechintensiven Beruf arbeiten (im Callcenter, als Lehrende, als Praxisanleitende für Azubis etc.): Bauen Sie in Ihren Tag nicht nur Pausen ein, sondern ganz bewusst auch Sprechpausen.
In meiner Ausbildung zur Logopädin wurde uns vermittelt, dass die Stimme ungefähr zwei Stunden nach uns aufsteht. Ob es tatsächlich zwei Stunden sind, kann ich nicht sagen, Tatsache ist aber, dass die Stimme eine Weile braucht, um in Schwung zu kommen. Darum klingen manche Menschen morgens noch sehr tief und manchmal ist die Stimme dann noch rau und belegt. Damit der erste Termin am Morgen gut gelingt – auch stimmlich –, ist eine Stimmerwärmung sehr hilfreich (die hilft übrigens auch gegen Lampenfieber).
Aufwärmübungen für die Stimme sind nie nur reine Stimmübungen, sondern immer auch Übungen zur Körperhaltung, Atmung und Artikulation. Im Gastbeitrag Warum viele Frauen zu hoch oder zu leise sprechen – und wie sie das ändern können beschreibe ich zu jeder Kategorie ein paar Übungen, die Sie dort nachlesen können. Hier erwähne ich, warum die einzelnen Bereiche so relevant sind.
Das eigentliche Stimmorgan sitzt zwar im Hals (der Kehlkopf), um dieses aber gut zum Klingen zu bringen, ist der gesamte Körper entscheidend. Eine entspannte Stimme braucht auch einen entspannten Körper. Daher wird in dieser Phase der Stimmerwärmung erstmal der Körper erwärmt und gelockert.
Die richtige Körperhaltung bewirkt viel: Eine bessere Präsenz, eine tiefere Atmung, eine deutlichere Aussprache und dadurch auch einen guten Stimmklang. Es lohnt sich, die Spannungsverhältnisse des Körpers bewusst zu kontrollieren und zu verändern. Unser Stimmklang und die Aussprache sind nicht so gut, wenn wir überspannt sind, wenn wir also mit zu viel Kraftaufwand sprechen oder gar verkrampft sind. Ebenfalls nicht optimal ist ein unterspannter Körper, wenn wir also eher lasch rüberkommen. Stimme und Aussprache sind dann am besten, wenn wir in einer ausgeglichenen Körperspannung sind.
Die Logopädin Sabine Gutzeit vergleicht die menschliche Atmung mit dem Motor eines Autos. Ohne Motor können wir nicht Auto fahren, ohne die Atmung können wir keine Stimme produzieren. Die Ausatemluft muss an den Stimmlippen vorbei, um diese zum Klingen zu bringen. Daher sind Atemübungen so wichtig.
Beim richtigen Einatmen tritt die Bauchdecke nach vorn. Warum das so ist, ist leicht erklärt. Unterhalb der Lunge befindet sich das Zwerchfell, unser Hauptatemmuskel. Bei der Einatmung dehnt sich die Lunge auch nach unten aus, das Zwerchfell senkt sich, die Gedärme werden nach vorn gedrückt und die Bauchdecke wölbt sich nach außen. Bei der Ausatmung flacht die Bauchdecke wieder ab. Die tiefe Einatmung in den Bauch ist wichtig, um gut sprechen zu können.
Wir brauchen das Zwerchfell auch, um kraftvoll sprechen zu können. Darum werden in dieser Phase des Stimmtrainings neben Übungen zur tiefen Atmung auch viele Zwerchfellübungen durchgeführt.
Der Begriff Artikulation wird vom Duden erklärt mit 1) der Bildung von Lauten oder 2) einer deutlichen Aussprache. Wer eine gute Aussprache hat, bewegt Kiefer, Zunge und Lippen in ausreichendem Maße und ist damit verständlich. Damit einher geht auch ein angemessenes Sprechtempo. Wenn ich meine Lippen ausreichend bewege und den Kiefer weit(er) öffne, ist es gar nicht so leicht, schnell zu sprechen.
Mit deutlichen Bewegungen von Kiefer, Zunge und Lippen hat die Stimme auch eine gute Chance, gehört zu werden. Wer den Kiefer nicht öffnet, verschenkt viel Resonanz und Stimmklang.
Der Klang unserer Stimme ist nicht immer gleich und hängt von verschiedenen Faktoren ab: von unserer Stimmung, der Atmung, der Raumtemperatur u.v.m.
Wenn die Stimme krank ist und Sie zum Beispiel häufig heiser sind, empfehle ich Ihnen den Gang zum HNO-Arzt und in eine Logopädie-Praxis. Ist Ihre Stimme gesund, kann sie mit einfachen Übungen gepflegt werden. Anschauliche Übungen (nicht nur zur Stimmgebung) finden Sie auch im Selbstlernangebot der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Darin finden Sie kurze Übungsanleitungen in Videos – das ganze Programm kann ich sehr empfehlen.
Wichtig ist, dass wir mit der zu uns passenden Tonhöhe sprechen. Es gibt einen Tonbereich (in Fachkreisen wird dies „Indifferenzlage“ genannt), um den herum sich die Stimme beim Sprechen idealerweise bewegen sollte. In diesem Tonbereich können wir mit dem geringsten Kraftaufwand am effektivsten (raumfüllend und ohne große Anstrengung) sprechen. Diese Indifferenzlage, die sogenannte mittlere Sprechstimmlage, wird bei der Stimmerwärmung auch trainiert.
Weiter geht es mit dem nächsten Tipp zur Stimmhygiene.
Um zu sprechen – das habe ich oben schon erwähnt – brauchen wir die Atmung. Während ich einen Kurs leite und gerade dabei bin, etwas zu erklären, atme ich meistens durch den Mund ein. Es muss ja schnell gehen. Sobald ich aber in die zuhörende Rolle gehe, ein Buch lese oder einen Text schreibe, schließe ich meine Lippen und atme durch die Nase. Beim Einatmen durch die Nase wird mit Hilfe der Nasenhärchen die eingeatmete Luft gefiltert, gereinigt und angewärmt. Diese Art der Einatmung schützt und entspannt die Stimme.
An sprechintensiven Tagen achte ich auch darauf, was ich esse (das mache ich sonst auch, mir geht es hier aber darum, was meiner Stimme gut tut). Über Lebensmittel, die gut für die Stimme sind, habe ich ganz ausführlich in diesem Blog-Beitrag berichtet.
Für mich ist es auch relevant, wie viel ich an sprechintensiven Tagen esse. Eine große schwere Mittagsmahlzeit ist nicht nur unpraktisch für mein Gehirn 😉 (ich kann mich dann nicht mehr so gut auf die Inhalte konzentrieren und bin müde), sondern auch für meine tiefe Bauchatmung. Und warum die Atmung wichtig ist, habe ich oben schon erwähnt.
Zu kalte oder zu warme Luft sind nicht gut für die Stimme und sowieso ist beides unangenehm zum Arbeiten. In einer größeren Gruppe ist es manchmal gar nicht so leicht, es allen recht zu machen mit der richtigen Temperatur.
Auch trockene Luft ist nicht gut für die Stimme. Gerade im Winter ist das der Fall, weil viel geheizt wird. Ich achte daher immer darauf, dass regelmäßig gelüftet wird, wenn ich in einem Unternehmen Seminare oder Workshops leite. In meinem Büro stelle ich auch mal eine Schale mit Wasser auf die Heizung, damit die Luft etwas Feuchtigkeit erhält.

Mit diesen fünf Tipps zur Stimmhygiene kommen Sie hoffentlich gut durch Ihre nächsten stimmintensiven Arbeitstage.
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Auch wenn das Thema ein anderes gewesen wäre, z. B. „Wie präsentiere ich gut?“, käme ich als Leiterin des Workshops oder Seminars nicht darum herum, mehr zu reden, als ich es jetzt tue, während ich diesen Blog-Beitrag für meine Website schreibe.
Damit ich stimmlich entspannt bleibe und (vor allem in der kühleren Jahres- und Erkältungszeit) stimmlich gut durchhalte, achte ich schon bei der Planung und dann auch bei der Vorbereitung auf mehrere Sachen, die ich in diesem Beitrag beschreibe.
Hier kommen fünf Tipps zur Stimmhygiene.
Bei der Absprache mit dem oben erwähnten Auftraggeber habe ich Wert darauf gelegt, dass ich ausreichend Pausenzeiten zwischen den einzelnen Workshops habe. Drei 90-minütige Workshops könnten zeitlich also so gelegt sein:
Workshop I: 9.30 bis 11 Uhr
Workshop II: 12 bis 13.30 Uhr
Workshop III: 14.30 bis 16 Uhr
Eine halbe Stunde Pause wäre in diesem Setting auch in Ordnung für mich, allerdings verkürzt sich die Pausenzeit oft, weil etliche Teilnehmende nach Ende des Workshops noch Fragen haben. Neben dem Effekt einer Sprechpause habe ich bei einer etwas längeren Pause auch gleich die Möglichkeit, mir Notizen zu machen und das Fotoprotokoll zu erstellen.
An einem Seminartag sieht das etwas anders aus. In den meisten Fällen kann ich die Pausenzeit selbst bestimmen, allerdings sind der Beginn, das Ende und die Mittagspausenzeit oft nicht verhandelbar. Ein typischer Seminartag sieht zeitlich dann so aus:
Block I: 9 bis 10.30 Uhr
Block II: 10.45 bis 12.15 Uhr
Block III: 13.15 bis 14.45 Uhr
Block IV: 15 bis 16.30 Uhr
Die Mittagspause könnte für mich immer 90 Minuten dauern, die Teilnehmenden bevorzugen oft 60 Minuten und machen dafür lieber früher Schluss. Besonders in diesem Fall, aber auch grundsätzlich, achte ich bei ganztägigen Seminaren darauf, dass ich während des Seminars viele Übungen habe, in denen die Teilnehmenden sprechen und ich ruhig bin. Auch die Mittagspause verbringe ich gern allein, es sei denn, es ist ein gemeinsames Essen vorgesehen.
Wichtig ist, wenn Sie in einem sprechintensiven Beruf arbeiten (im Callcenter, als Lehrende, als Praxisanleitende für Azubis etc.): Bauen Sie in Ihren Tag nicht nur Pausen ein, sondern ganz bewusst auch Sprechpausen.
In meiner Ausbildung zur Logopädin wurde uns vermittelt, dass die Stimme ungefähr zwei Stunden nach uns aufsteht. Ob es tatsächlich zwei Stunden sind, kann ich nicht sagen, Tatsache ist aber, dass die Stimme eine Weile braucht, um in Schwung zu kommen. Darum klingen manche Menschen morgens noch sehr tief und manchmal ist die Stimme dann noch rau und belegt. Damit der erste Termin am Morgen gut gelingt – auch stimmlich –, ist eine Stimmerwärmung sehr hilfreich (die hilft übrigens auch gegen Lampenfieber).
Aufwärmübungen für die Stimme sind nie nur reine Stimmübungen, sondern immer auch Übungen zur Körperhaltung, Atmung und Artikulation. Im Gastbeitrag Warum viele Frauen zu hoch oder zu leise sprechen – und wie sie das ändern können beschreibe ich zu jeder Kategorie ein paar Übungen, die Sie dort nachlesen können. Hier erwähne ich, warum die einzelnen Bereiche so relevant sind.
Das eigentliche Stimmorgan sitzt zwar im Hals (der Kehlkopf), um dieses aber gut zum Klingen zu bringen, ist der gesamte Körper entscheidend. Eine entspannte Stimme braucht auch einen entspannten Körper. Daher wird in dieser Phase der Stimmerwärmung erstmal der Körper erwärmt und gelockert.
Die richtige Körperhaltung bewirkt viel: Eine bessere Präsenz, eine tiefere Atmung, eine deutlichere Aussprache und dadurch auch einen guten Stimmklang. Es lohnt sich, die Spannungsverhältnisse des Körpers bewusst zu kontrollieren und zu verändern. Unser Stimmklang und die Aussprache sind nicht so gut, wenn wir überspannt sind, wenn wir also mit zu viel Kraftaufwand sprechen oder gar verkrampft sind. Ebenfalls nicht optimal ist ein unterspannter Körper, wenn wir also eher lasch rüberkommen. Stimme und Aussprache sind dann am besten, wenn wir in einer ausgeglichenen Körperspannung sind.
Die Logopädin Sabine Gutzeit vergleicht die menschliche Atmung mit dem Motor eines Autos. Ohne Motor können wir nicht Auto fahren, ohne die Atmung können wir keine Stimme produzieren. Die Ausatemluft muss an den Stimmlippen vorbei, um diese zum Klingen zu bringen. Daher sind Atemübungen so wichtig.
Beim richtigen Einatmen tritt die Bauchdecke nach vorn. Warum das so ist, ist leicht erklärt. Unterhalb der Lunge befindet sich das Zwerchfell, unser Hauptatemmuskel. Bei der Einatmung dehnt sich die Lunge auch nach unten aus, das Zwerchfell senkt sich, die Gedärme werden nach vorn gedrückt und die Bauchdecke wölbt sich nach außen. Bei der Ausatmung flacht die Bauchdecke wieder ab. Die tiefe Einatmung in den Bauch ist wichtig, um gut sprechen zu können.
Wir brauchen das Zwerchfell auch, um kraftvoll sprechen zu können. Darum werden in dieser Phase des Stimmtrainings neben Übungen zur tiefen Atmung auch viele Zwerchfellübungen durchgeführt.
Der Begriff Artikulation wird vom Duden erklärt mit 1) der Bildung von Lauten oder 2) einer deutlichen Aussprache. Wer eine gute Aussprache hat, bewegt Kiefer, Zunge und Lippen in ausreichendem Maße und ist damit verständlich. Damit einher geht auch ein angemessenes Sprechtempo. Wenn ich meine Lippen ausreichend bewege und den Kiefer weit(er) öffne, ist es gar nicht so leicht, schnell zu sprechen.
Mit deutlichen Bewegungen von Kiefer, Zunge und Lippen hat die Stimme auch eine gute Chance, gehört zu werden. Wer den Kiefer nicht öffnet, verschenkt viel Resonanz und Stimmklang.
Der Klang unserer Stimme ist nicht immer gleich und hängt von verschiedenen Faktoren ab: von unserer Stimmung, der Atmung, der Raumtemperatur u.v.m.
Wenn die Stimme krank ist und Sie zum Beispiel häufig heiser sind, empfehle ich Ihnen den Gang zum HNO-Arzt und in eine Logopädie-Praxis. Ist Ihre Stimme gesund, kann sie mit einfachen Übungen gepflegt werden. Anschauliche Übungen (nicht nur zur Stimmgebung) finden Sie auch im Selbstlernangebot der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Darin finden Sie kurze Übungsanleitungen in Videos – das ganze Programm kann ich sehr empfehlen.
Wichtig ist, dass wir mit der zu uns passenden Tonhöhe sprechen. Es gibt einen Tonbereich (in Fachkreisen wird dies „Indifferenzlage“ genannt), um den herum sich die Stimme beim Sprechen idealerweise bewegen sollte. In diesem Tonbereich können wir mit dem geringsten Kraftaufwand am effektivsten (raumfüllend und ohne große Anstrengung) sprechen. Diese Indifferenzlage, die sogenannte mittlere Sprechstimmlage, wird bei der Stimmerwärmung auch trainiert.
Weiter geht es mit dem nächsten Tipp zur Stimmhygiene.
Um zu sprechen – das habe ich oben schon erwähnt – brauchen wir die Atmung. Während ich einen Kurs leite und gerade dabei bin, etwas zu erklären, atme ich meistens durch den Mund ein. Es muss ja schnell gehen. Sobald ich aber in die zuhörende Rolle gehe, ein Buch lese oder einen Text schreibe, schließe ich meine Lippen und atme durch die Nase. Beim Einatmen durch die Nase wird mit Hilfe der Nasenhärchen die eingeatmete Luft gefiltert, gereinigt und angewärmt. Diese Art der Einatmung schützt und entspannt die Stimme.
An sprechintensiven Tagen achte ich auch darauf, was ich esse (das mache ich sonst auch, mir geht es hier aber darum, was meiner Stimme gut tut). Über Lebensmittel, die gut für die Stimme sind, habe ich ganz ausführlich in diesem Blog-Beitrag berichtet.
Für mich ist es auch relevant, wie viel ich an sprechintensiven Tagen esse. Eine große schwere Mittagsmahlzeit ist nicht nur unpraktisch für mein Gehirn 😉 (ich kann mich dann nicht mehr so gut auf die Inhalte konzentrieren und bin müde), sondern auch für meine tiefe Bauchatmung. Und warum die Atmung wichtig ist, habe ich oben schon erwähnt.
Zu kalte oder zu warme Luft sind nicht gut für die Stimme und sowieso ist beides unangenehm zum Arbeiten. In einer größeren Gruppe ist es manchmal gar nicht so leicht, es allen recht zu machen mit der richtigen Temperatur.
Auch trockene Luft ist nicht gut für die Stimme. Gerade im Winter ist das der Fall, weil viel geheizt wird. Ich achte daher immer darauf, dass regelmäßig gelüftet wird, wenn ich in einem Unternehmen Seminare oder Workshops leite. In meinem Büro stelle ich auch mal eine Schale mit Wasser auf die Heizung, damit die Luft etwas Feuchtigkeit erhält.

Mit diesen fünf Tipps zur Stimmhygiene kommen Sie hoffentlich gut durch Ihre nächsten stimmintensiven Arbeitstage.
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